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Instagram-Hype am Comer See: Das umkämpfte „Tor zum Himmel“
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Instagram-Hype am Comer See: Das umkämpfte „Tor zum Himmel“

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Grizzly2000

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9 hours ago

Es ist der beste Postkartenblick: Ein historisches, schmiedeeisernes Tor, umrahmt von antiken Steinbögen und Glyzinien, das den Blick direkt auf das tiefblaue Wasser des Comer Sees und die Alpengipfel freigibt. Das sogenannte „Gate of Heaven“ – die Porta del Paradiso – im botanischen Garten der historischen Villa Cipressi im italienischen Varenna ist zu einem der viralsten Fotospots Europas avanciert.
Doch die Realität hinter den Kulissen des Instagram-Paradieses sieht oft weniger idyllisch aus. Das Tor hat ein handfestes Overtourism-Phänomen: Reisende zahlen 13 Euro Eintritt für die Gärten und reihen sich anschließend in stundenlange Warteschlangen ein – nur für das eine, perfekte Bild.
Die Stimmung in der Schlange schwankt laut Augenzeugen regelmäßig zwischen Frust und Aggression, da einzelne Gruppen den Spot teils bis zu 30 Minuten blockieren. Inzwischen beschränkt man die Zeit auf drei minuten. Ein weiteres Problem: Weil die Villa Cipressi heute als Luxushotel dient, bleibt das Tor wegen exklusiver Hochzeiten und Events oft tagelang komplett für Tagesgäste gesperrt. So war am Besuchstag ab 14 Uhr der Garten für eine geschlossene Gesellschaft gebucht. Wer die wahre Magie des Ortes erleben möchte, dem raten Reise-Insider dringend zu einem Besuch direkt zur Öffnungzeit um 9:30 Uhr.